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Weichen der FDP sind gestellt

Weichen der FDP sind gestellt

Landtagswahl 2027: Das sind die Direktkandidaten der Freien Demokraten in Rendsburg und Eckernförde

Daniel Sahler 

RENDSBURG/ECKERNFÖRDE Die FDP im Kreis Rendsburg-Eckernförde hat ihre personellen Weichen für die Landtagswahl 2027 bereits gestellt. Auf ihren Wahlkreismitgliederversammlungen im Restaurant La Piazza in Gettorf wurden die Direktkandidaten für die Wahlkreise Eckernförde (WK 8), Rendsburg-Ost (WK 9) und Rendsburg (WK 10) gewählt.

Wahlkreis Eckernförde: Christiane Gossing 
Für den Wahlkreis 8 wird Christiane Gossing antreten. Die Ortsvorsitzende der FDP Eckernförde wurde vom Eckernförder FDP-Urgestein Bernd Hadewig vorgeschlagen und überzeugte mit einem Wahlergebnis von 91 Prozent. Als selbstständige Immobilienmaklerin rückt Gossing die Wohnungswirtschaft in den Mittelpunkt ihrer politischen Arbeit. Ein weiteres zentrales Thema ist die Infrastruktur: Hier will sie vor allem den Aufbau der Bundeswehrstandorte in Schleswig-Holstein in den Blick nehmen und die dafür notwendigen Begleitmaßnahmen im Wohnungs- und Straßenbau.

Wahlkreis Rendsburg-Ost: Tina Schuster 
Für den Wahlkreis 9 kandidierte Tina Schuster, die Vorsitzende des FDP-Kreisverbandes Rendsburg-Eckernförde.
Sie wurde vom aktuellen FDP-Bundesvorsitzenden Wolfgang Kubicki aus Strande vorgeschlagen und mit 94 Prozent der Stimmen gewählt. Schuster ist selbstständige Unternehmerin, Bürgermeisterin der Gemeinde Schmalstede, stellvertretende Amtsvorsteherin im Amt Bordesholm, stellvertretende Landesvorsitzende der FDP Schleswig-Holstein und Fraktionsvorsitzende der FDP Rendsburg-Eckernförde. Ihr Schwerpunkt liegt in der Kommunal- und Wirtschaftspolitik. Diese gehören für sie zusammen, da es nur durch eine starke Wirtschaft auch genügend Geld für die Kommunen gebe. Da Land und Bund den Kommunen immer wieder Aufgaben übertragen würden, die allesamt nicht auskömmlich finanziert seien, setzt sich Schuster für die kommunale Selbstverwaltung, mehr Freiheit für die Kommunen und Konnexität ein. „Kommunen müssen gestärkt werden“, so die FDP-Politikerin.
Als Unternehmerin kenne sie die Herausforderungen in der Wirtschaft und fordert Entbürokratisierung, vernünftige Rahmenbedingungen sowie ein Ende der Überregulierung durch ständig neue Vorschriften, Richtlinien und Anordnungen. Zudem müsse die Ansiedlung von Gewerbe für Kommunen deutlich vereinfacht werden.

Wahlkreis Rendsburg: Matthias Dobbrunz 
Im Wahlkreis 10 trat Matthias Dobbrunz an. Er wurde vom Rendsburger Ortsvorsitzenden Thomas Reimer vorgeschlagen und mit 84 Prozent der Stimmen gewählt. Beruflich ist Dobbrunz als Fahrzeugbaumeister auf der Lürssen-Werft beschäftigt. Er ist Ratsherr im Ausschuss für Bildung, Kultur, Sport und Soziales sowie Mitglied der Gesellschafterversammlung des Schleswig-Holsteinischen Landestheaters und Sinfonieorchesters.
Matthias Dobbrunz setzt sich für liberale Sozialpolitik ein – als Ratsherr und im Privatleben sei ihm dieses Thema besonders wichtig. Sein Motto lautet: „Liberal geht auch sozial“. Schulpolitik und Jugendarbeit würden ihm besonders am Herzen liegen, und er strebt eine zukunftsgerichtete Politik an, in der die Jugendbeteiligung eine große Rolle spielt.

Aus: Eckernförder Zeitung